Bürgerdialog in Steinheim

Bürger fordern bei Bürgerdialog in Steinheim konkrete Maßnahmen für Infrastruktur und Lebensqualität

Steinheim, 14. Februar 2026

 – Im Rahmen ihrer „DIE GRÜNEN KOMMEN RUM TOUR“ in Hungen-Steinheim diskutierten Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen am 13. Februar 2026 mit Anwohnern und Kommunalvertretern über drängende Herausforderungen in der Gemeinde.  Hauptthemen waren Sanierungsstau, fehlende Bauflächen für junge Familien und Defizite in der kommunalen Daseinsvorsorge. Gleichzeitig wurden Lösungsansätze wie die Nutzung von EU-Fördermitteln, Innenverdichtung und ein transparenteres Mängelmanagement erörtert.

Ein Thema war die dringend notwendige Sanierung des historischen Trinkwasserbrunnens. Eigentlich ein Schmuckstück und ein Relikt örtlicher Identität bietet er aktuell einen traurigen Anblick. Er müsste endlich einmal zum Strahlen gebracht werden. Ebenfalls diskutiert wurde die Natursteinmauer am Friedhof, die möglicherweise unter Denkmalschutz steht. Bäume in unmittelbarer Nähe drücken die Mauer zur Seite – eine Begutachtung und gegebenenfalls ein Schützen der Mauer seien unumgänglich.

Ein weiteres Anliegen ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für junge Menschen. Zwar wurde kürzlich ein vorhabensbezogener Bebauungsplan für ein Grundstück beschlossen, was natürlich auch von den Grünen unterstützt wurde. Weiterhin sehen die Grünen darüber hinaus Möglichkeiten für eine stärkere Fokussierung auf Innenverdichtung. „Leerstehende Scheunen und ungenutzte Gebäude bieten Potenzial für nachhaltiges Bauen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln“, erklärte Christian Zuckermann. „Ein Quartiersmanagement könnte hier helfen, brachliegende Ressourcen zu aktivieren.“

Kritik übten die Bürger an der mangelhaften Straßenreinigung und dem Winterdienst in Steinheim. Die fehlende Stelle eines Gemeindemitarbeiters für Steinheim führe dazu, dass Bürger sich mit den Aufgaben allein gelassen fühlten. Auch die Nutzung des Bürgerhauses wurde thematisiert: Obwohl die Räumlichkeiten in gutem Zustand sind, wird das Gebäude kaum genutzt.  „Das Bürgerhaus könnte ein zentraler sozialer Treffpunkt sein, so Wolfgang Macht. „Hier braucht es eine gemeinsame Lösung mit der Ortsgemeinschaft, die den Bedürfnissen der Anwohner gerecht wird.“

Positiv bewerteten die Grünen die Arbeit im örtlichen Jugendzentrum, das von Jugendlichen gut angenommen wird. Solche Orte brauchen die Jugendlichen um unter sich zu sein und sich im Ort wohl zu fühlen.

„Steinheim hat viel Potenzial – wir haben viel erfahren und wieder einmal zeigt sich wie wichtig der persönliche Kontakt ist, so Wolfgang Macht. Wir nehmen viele Informationen mit, um die Infrastruktur zu modernisieren und die Lebensqualität zu verbessern.

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